Herkenrodebossen
Im 17. und 18. Jahrhundert gehörten die Herkenrodebossen der Abtei Herkenrode. Das Gebiet bestand damals noch größtenteils aus einem großen Waldkomplex mit an den Rändern Wiesen und Heuwiesen mit Hecken und Baumreihen. Die Zisterzienserinnen holten dort ihren Holzvorrat und ließen ihr Vieh weiden. Die vielen Entwässerungsgräben und Holzhecken sind Spuren aus dieser fernen Vergangenheit. Inzwischen wurden viele Teile des Waldes in Feldwege und Wiesen umgewandelt. Heute ist die Landschaft ein Mosaik aus Wäldern und Überresten der alten Land(bau)nutzung wie Heuwiesen, Hecken, Waldrändern, Kopfbaumreihen und Teichen. Diese abwechslungsreiche Landschaft, die sich über Jahrhunderte ungestört entwickeln konnte, bildet den Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.